Frau Marie-Kristin Jaensch (Dyslexietherapeutin (bvl), akad. Lese-Rechtschreibtherapeutin (dbs), akad. Sprachtherapeutin, Dipl. Sprachwissenschaftlerin (Patholinguistin) führt die Lese-Rechtschreibtherapie in der Praxis durch. Die LRS Therapie ist keine Kassenleistung. Diese Therapie muss privat bezahlt werden.

 

In unserer Kultur gehört der Schriftspracherwerb zur Sprachentwicklung, ist gleichsam ihre Krönung. Nur einem alphabetisierten Menschen ist die volle Teilnahme am Leben der Gesellschaft offen. Die Weiterbildungsreihe zum/zur Dyslexie-Therapeuten/in (BVL) ® vermittelt umfangreiche spezifische Kenntnisse zum Schriftspracherwerb und seinen Störungen, der Diagnostik und der Therapie bei Lese-Rechtschreibstörungen.

 

Dyslexie-Therapeuten (BVL) ® sind nach Abschluss der Reihe in der Lage, qualifizierte LRS-Therapien eigenständig zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Die Ausbildung dauert in der Regel 1,5 Jahre.

 

Kurzer Überblick: Ziel der modellorientierten LRS- und AVWS-Diagnostik ist die Erstellung eines individuellen Leistungsprofils hinsichtlich der Lese- und Schreibfähigkeiten anhand standardisierter Testverfahren. Dabei werden sowohl die sprachlichen Vorläuferfähigkeiten der Schriftsprache als auch Teilleistungen wie allgemeine sprachliche Fähigkeiten und zentral-auditive Fähigkeiten berücksichtigt.

 

Die Ergebnisse der Diagnostik werden anhand anerkannter Modelle der Sprache und des Schriftspracherwerbs interpretiert (Logogenmodell).

 

Betroffene und ihre Angehörigen erhalten Informationen über Inhalte, Struktur und Ziele der modellorientierten Diagnostik und Behandlung. Auf der Grundlage der Diagnostik wird ein individueller Therapieplan erstellt, der neben dem individuellen Leistungsmuster die Persönlichkeit, Motivation, Wünsche und Erwartungen des Klienten und der Eltern berücksichtigt.

 

Das therapeutische Vorgehen wird durch Ergebnisse der Diagnostik bestimmt und berücksichtigt das individuelle Leistungsprofil des Patienten mit seinen bereits erworbenen sowie unzureichend entwickelten Fähigkeiten.

 

Ziele der Therapie sind einerseits die Verbesserung der Primärsymptomatik und andererseits der Abbau sekundärer Symptome (Lernblockaden, negatives Selbstbild, psychosomatische Beschwerden). Die Lese-Rechtschreibtherapie stellt die Verbesserung der Primärsymptomatik in den Vordergrund der Therapie.

 

Bis heute sind kein anerkanntes Berufsbild und entsprechende Anforderungsprofile für Lerntherapeuten festgelegt. Der vom BVL erarbeitete und definierte Weiterbildungsstandard zum "Dyslexie-Therapeuten nach BVL"® hilft, einen qualifizierten und spezialisierten Therapeuten zu finden. Die Qualifikation ist auch in Österreich und in der Schweiz anerkannt.

 Marie-Kristin Jaensch